Lindauer Zeitung 07.02.2001
Neue Trachten belasten Etat
WEISSENSBERG (wg) - Wie ein roter Faden zog sich das
Thema "Trachten" durch die
Jahreshauptversammlung des Musikvereins Weißensberg. Der Grund für
das Problem
ist erfreulich: Die Garderobe wird für viele Nachwuchsmusiker gebraucht.
Vorsitzender Martin Sutter blickte bei der Jahreshauptversammlung
auf ein positives Jahr 2000
zurück. Angefangen von der musikalischen Umrahmung des Funkenfeuers über
zahlreiche
kirchliche Termine spannte sich der Bogen bis hin zum Bezirksmusikfest, zahlreichen
Ständchen
und großen wie kleinen Ereignissen.
Der traurigste Moment des Jahres sei aber das Begräbnis des ehemaligen
Vorsitzenden Richard
Wechsler im Frühjahr gewesen.
Nicht zuletzt durch Wechslers Jugendarbeit sei ein guter Zulauf zu verzeichnen.
Derzeit sind über
20 Schüler im Flöten- und Elementarunterricht und weitere 30 Schüler
in Instrumentenausbildung.
Daneben verfüge der Verein über 51 aktive und 194 passive Mitglieder.
Diese positive Entwicklung
bereitete Sutter an anderer Stelle Sorgen. Zahlreiche Jungmusiker brauchen bald
Trachtenanzüge und
Dirndl, und dies lasse den Verein bald an die finanziellen Grenzen stoßen
"Wir werden das Problem
lösen, ich weiß nur noch nicht wie",
sagte Martin Sutter.
Der zweite Vorstand Siegfried Egle zog eine eindrucksvolle
Arbeitsbilanz des Jahres mit 80 Proben
und Auftritten und 20 Ständchen. Er lobte die hohe Disziplin und überreichte
Geschenke für uner-
müdlichen Probenbesuch an Stefanie und Andreas Heine, Michaela Klinkenberg,
Peter Langer und
Roland Bach.
Der Geschäftsführer und "Zahlmeister"
des Vereins, Rainer Wetzel, berichtete über ein
finanziell ausgeglichenes Jahr. Die Haupteinnahmequelle sei nach wie vor das
traditionelle Neujahrs-
blasen. Er dankte allen Spendern für Ihre Unterstützung, aber auch
den Vereinsmitgliedern und der
Gemeinde. Trotzdem sei der Verein finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet.
Der zweite Bürgermeister Helmut Egle dankte dem
Verein als "Kulturträger ersten Ranges" für seine
Arbeit in der Gemeinde. Es freue ihn besonders die gute Resonanz in der Jugendarbeit,
so Egle, Er
empfahl, für die neu anzuschaffenden Trachten einen Zuschussantrag an die
Gemeinde zu richten.