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Trotz Regens herrschte Feststimmung in Weißensberg,
als am Wochenende das versetzte und renovierte Materl an seinem neuen
Standort eingeweiht wurde.
LZ-Fotos: Reiner Roither
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Auch der letzte Bauabschnitt der ausgebauten
Kirchstraße wurde jetzt offiziell "übergeben". |
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Ein Fest zum Abschluss der Straßen-Bauarbeiten
WEISSENSBERG (eka)
In einem gelungenen Dorffest weihten die Weissensberger den letzten Bauabschnitt
der Kirchstraße sowie die Kapelle am alten Kirchweg an ihrem neuen
Platz ein. Außer Segensgebeten und Festansprachen gab es auch Gesänge,
Blasmusik und Freibier.
Die Kirchstraße führt von der B12 über die Bahnlinie
durchs Dorf bis hinunter nach Rehlings. Sie wurde in vier Bau-abschnitten
(erstmals war 1980 davon die Rede) verwirklicht. Der am Samstag eingeweihte
letzte Abschnitt vom Rathaus bis zur B12 ist 550 Meter lang. Die Straße
wurde begradigt, verbreitert und mit einem Gehweg versehen. Hauptsächlich
die Schulkinder profitieren davon.
Das Kapellen-Marterl stand früher, von einer Hecke eingewachsen,
gegenüber dem Rathaus. Es musste der Wegverbreiterung weichen und
fand 150 Meter weiter in der Kurve zum Weiher einen neuen, weit schöneren
Platz. Die Verlegung und teilweise Renovierung erfolgte vorwiegend in
Eigenleistung der Weißensberger Bürger.
Der erste Teil der Feierstunde fand am Marterl statt und wurde vom Musikverein
Weißensberg unter Leitung von Richard Höllgartner, der Chorgemeinschaft
Weißensberg unter Ursula Heiling und einem gemeinsam von allen gesungenen
Lied umrahmt.
Der katholische Pfarrer Franz Schmid nannte in seiner Ansprache das Marterl
ein Schatzkästlein, das die Weißensberger Bevölkerung
liebevoll wieder aufbaute. Sein evangelischer Kollege Andreas Kraft verglich
die Kirchstraße mit dem persönlichen Lebensweg eines Menschen.
Beide führten bergauf, bergab durch viele Kurven und an Hindernissen
vorbei. Diese Kapelle mahne nachzudenken, wer unser Leben lenkt und wem
wir es verdanken. Mit einem Segensgebet und dem Vaterunser schloss die
Marterl-Einweihung.
Der zweite Teil der Feier fand wegen des beginnenden Regens im Feuerwehrhaus
statt. Bürgermeister Werner Reich wies darauf hin, dass im Rahmen
des Straßenausbaus auch eine Mülldeponie saniert werden musste.
Die Baukosten für die Straße betrugen 950.000 Mark. Im weiteren
zählte Werner Reich eine lange Liste von Idealisten auf, die zur
Verlegung und Erneuerung der Kapelle beitrugen. Sein Dank schloss auch
die Spender von Brotzeit und Getränken für diese Feier ein.
MdL Eberhard Rotter hob in seiner Ansprache hervor, dass es Reich und
der Gemeinde genau wie beim Brückenbau 1994 wieder gelungen sei,
im letzten Moment an die großen Zuschüsse des Staates heranzukommen,
ehe diese empfindlich gekürzt wurden. Der stellvertretende Landrat
Theo Bihler erinnerte abschließend daran, dass man in früheren
Zeiten an Wegkreuzen und Marterln kurz innehielt.
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