Lindauer Zeitung 13.12.2002

"Welpen" boten anspruchsvolles Programm


Sie bestanden die D1-Wertungsprüfung. Von links: Verena Broszio, Jaqueline Koch, Sebastian Schlott, Simone Schmitt.
LZ-Foto: Günthör

"Sie haben sich den Namen "Weißensberger Welpen" gegeben, weil es so ein quirliger Haufen ist meinte Siegfried Egle, als der die Jungmusiker vorstellte. Der stellvertretende Vorsitzende des Musikvereins erklärte, dass der Nachwuchsarbeit mit einem eigenen Weihnachtskonzert mehr Geltung verschafft werden solle. Die "Welpen" wussten ihre Chance zu nutzen und boten ein Programm das zeigte, warum der Verein stolz auf die "Welpen" ist.

Die knapp zwanzig Jungen und Mädchen hatten sich akribisch vorbereitet, die Stücke selbst ausgesucht und übernahmen auch abwechselnd die unterhaltsame Moderation. Für die spielerische Qualität sorgte Hubert Höllgartner, der die Jugendkapelle musikalisch betreut. Sein Erfolg lässt sich auch an den Urkunden ablesen, die Verena Broszio, Jaqueline Koch, Sebastian Schlott und Simone Schmidt zur bestandenen
D1-Wertungsprüfung überreicht bekamen.

Am meisten aber beeindruckte an diesem Abend die Musik: voller Spielfreude, unverkrampft, sauber gespielt, Tempi und Dynamik stimmten. Der eindrucksvollste Beweis für das Können der Jungmusiker: die Musik "swingte", der Funke sprang über und die Füße des Publikums wippten mit.

Die sechs Stücke und zwei Zugaben deckten eine große Bandbreite des Musikspektrums ab. Das gut gelaunte "I get around" von den Beachboys, das dynamisch anspruchsvolle "I will follow him" aus dem Film "Sister Act", die traditionelle "Kirmespolka", der ehemalige Sommerhit "Macarena", das mit Bigband-Sound angelegte "It don`t mean a Thing", der temporeiche Ohrwurm I`m a Believer, das wechselvolle ABBA-Medley und der Christmas-Rap, der die gesanglichen Qualitäten der Kapelle herausstrich. Insgesamt ein stimmiges und sehr gelungenes Konzert, wenn auch "der Dirigent den Stab oft in die Ecke warf und in den Notenständer biss, wie die Jugendlichen freimütig zugaben.

Der Lohn der zahlreichen Proben war der tosende Applaus der zahlreichen Zuhörer und ein Hüttenwochenende, das noch vor Weihnachten stattfindet. Eine Belohnung, die sich Musiker und Betreuer
redlich verdient haben.