|
Lindauer Zeitung 04.03.2003
Jugendarbeit steht hoch im Kurs
WEISSENSBERG (Iz) - Bei der diesjährigen Generalversammlung des Musikvereines
Weißensberg begrüßte der zweite Vorsitzende Siegfried
Egle über 50 aktive und passive Musiker im Vereinslokal.Ein Thema
zog sich wie ein roter Faden durch die Berichte der Vorstandschaft: die
Jugendarbeit.
Siegfried Egle, der den erkrankten Vorstand Martin Sutter vertrat, gab
zunächst einen Überblick über die Aktivitäten des
Vereins. Die 41 aktiven Musiker bestritten insgesamt 132 Auftritte, Proben
und Geburtstagsständchen. Das Durchschnittsalter der Musiker sank
weiter ab und beträgt nun im Schnitt 28,8 Jahre. Dies liegt nicht
zuletzt an der erfolgreichen Ausbildung der Nachwuchsmusiker. "Hier
wird Hervorragendes geleistet, schließlich liegt hier die Zukunft
des Vereines", so Siegfried Egle. Er dankte in diesem Zusammenhang
der Gemeinde Weißensberg für die großzügige Unterstützung
und schloss gleichzeitig diezahlreichen Mitglieder in seinen Dank ein.
Die sehr gute Jugendarbeit würde nicht zuletzt durch die Beiträge
und Spenden der Mitglieder ermöglicht.
Dass die Erfolge nicht ausbleiben und das Geld gut investiert ist, verdeutlichte
die Ehrung von vier Jungmusikern. Verena Broszio, Jacquelin Koch, Sebastian
Schlott und Simone Schmidt erhielten für die erfolgreiche Teilnahme
am D1 Kurs eine Urkunde des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes.
Jugendwart Hubert Höllgartner erläuterte bei dieser Gelegenheit,
wie die Jungmusiker über das JugendorChester rasch und nahtlos in
den Gesamtverein integriert werden. Die Basis für diese Arbeit sind
die 33 Jugendlichen, die sich in der Ausbildung befinden und die 15 Kinder,
die den Elementar- und Flötenunterricht besuchen.
Das abgelaufene Geschäftsjahr in Zahlen skizzierte der Geschäftsführer
Rainer Wetzel. Die große Zahl an Geschäftsfällen käme
schon der einer kleinen Firma gleich, so Wetzel. Auch hier schlage sich
der Aufwand für die Jugendausbildung nieder und verdeutliche deren
hohen Stellenwert im Verein.
Ein großer Ausgabenposten sei auch die Neuanschaffungen für
Trachten; allein dafür seien in den letzten drei Jahren circa 15
000 EURO ausgegeben worden.
Auch Wetzel dankte der Gemeinde und Bürgermeister Werner Reich für
das stets offene Ohr und die vielfältige Unterstützung des Musikvereines.
Abschließend gab Siegfried Egle noch einen Ausblick auf das kom
mende Jahr. Schwurpunkte sind das Bezirksmusikfest in Hergensweiler, ein
Besuch der französischen Partnergemeinde Andoullie im Oktober und
die Feier zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit dem Schweizer
Musikverein Rotkreuz. Diese Feier wird bereits im Mai anlässlich
des "Maifäscht" in der Schweiz stattfinden. Siegfried Egle
hofft, dass außer den Musikern noch viele weitere Interessierte
in der Schweiz mitfeiern.
|