Lindauer Zeitung 09.03.2006

Musikverein wünscht sich zusätzlichen Proberaum

Wünscht sich mehr Platz für die Proben: Der neu gewählte Vorstand des Musikvereins Weißensberg
von links: Martin Steur, Ferdinand Weiß, Luzia Langer, Siegfried Egle, Stefanie Reiner, Sebastian Schlott und Rainer Wetzel.                                                                       
Foto: Werner Günthör

WEISSENSBERG (wg) - Die diesjährige Generalversammlung des Musikvereines Weißensberg stand ganz im Zeichen der turnusgemäßen Neuwahlen des Vorstands. Weitere Themen waren die intensive Jugendarbeit und die zunehmende Raumnot des Musikvereins.

Nach dem musikalischen Empfang durch die Kapelle begrüßte der Vorsitzende Siegfried Egle die über 50 Anwesenden in der Weißensberger Festhalle. Zunächst ließ er das vergangene Jahr Revue passieren. Die 47 Musiker absolvierten knapp hundert Auftritte, Proben und Ständchen, besonders hob er zwei Musikerhochzeiten vor. Erfreut zeigte sich Egle über die Erfolge in der Jugendarbeit. 37 Jugendliche seien in Ausbildung - viele davon treten bereits in der Nachwuchskapelle auf - 21 Kinder hätten mit dem Blockflötenunterricht begonnen. Egle bedankte sich an dieser Stelle bei den Eltern und bei der Gemeinde für die Unterstützung. Er wies darauf hin, dass der Musikverein auf Wunsch ein Ausbildungsinstrument stellt, was einen beachtlichen finanziellen Aufwand bedeute. Es zeichne sich allerdings ein Problem ab: Durch die vielen Ausbildungsstunden und Proben sei das Musikheim chronisch überbelegt, und er hoffe auf eine Lösung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und anderen Vereinen.

Zwei Musiker werden geehrt
Anschließend zeichnete Egle sechs Musiker für besonders intensiven Probenbesuch aus und ehrte zwei passive Mitglieder für ihre lange Mitgliedschaft: Margot Bach erhielt für 25 Jahre, Hermann Flachs für 50 Jahre Mitgliedschaft die Ehrennadel des Musikvereins.

Der Geschäftsführer Rainer Wetzel berichtete über die finanzielle Situation des Vereins. Durch ein sehr gutes Ergebnis beim Neujahrsblasen und durch Einsparungen sei ein kleiner Überschuss erwirtschaftet worden. Die Einsparungen bei den Instrumenten würden aber erfahrungsgemäß in den Folgejahren wieder von Neuanschaffungen aufgefressen. Ein weiterer Kostenfaktor seien neue Möbel für das Musikheim, die nach vielen Jahren nach und nach ausgetauscht werden müssen. Wetzel bedankte sich bei der Gemeinde Weißensberg für die gute Zusammenarbeit und für die finanzielle Unterstützung, besonders auch bei der Jugendausbildung. Ein Musikverein fordere beachtlichen finanziellen Aufwand - so seien bei vielen Auftritten weit über 100 000 Euro an Instrumenten und Trachten auf der Bühne.

Der stellvertretende Bürgermeister Franz Steib leitete die Neuwahlen. Bis auf die Beisitzer trat der bestehende Vorstand wieder an. Alle Kandidaten wurden ohne Gegenstimmen gewählt: Siegfried Egle, Vorsitzender;
Luzia Langer, zweite Vorsitzende; Rainer Wetzel, Geschäftsführer; Martin Steur, zweiter Geschäftsführer. Beisitzer sind Ferdinand Weiß, Stefanie Reiner und Sebastian Schlott als Jugendvertreter.

Beim letzten Punkt "Wünsche und Anträge" kam die unbefriedigende Situation im Probenlokal nochmals zur Sprache. Franz Steib versprach, den Wunsch der Musiker nach mehr Platz im Gemeinderat vorzubringen.

Auf einen Blick
37 Jugendliche sind derzeit in Ausbildung
Dirigent des Musikvereins Weißensberg ist Hubert Höllgartner. Derzeit sind 37 Jugendliche in Ausbildung, davon 21 Blockflötenkinder. Die Internetadresse des Vereins: www. musikverein-weissensberg.de. (wg)