Lindauer Zeitung 13.04.2010

Musiker bereiten sich auf Jubiläumsjahr vor

WEISSENSBERG (gü) -„Wir sind ein kleiner Musikverein, dort kommt es auf jede Stimme und jedes Instrument an. Deshalb ist Liebe zur Musik und Kameradschaft so wichtig" fasste Martin Steur, Vorsitzender des Weißensberger Musikvereins, seine Worte zur Jahreshauptversammlung zusammen. Zuvor hatte er Rückblick und Ausblick gehalten.

An erster Stelle dankte Steur für die rege Beteiligung an den Proben und zeichnete fünf Musikerinnen und Musiker für über 90-prozentige Anwesenheit aus. In Ausbildung sind derzeit 15 Flötenkinder und weitere 29 Kinder an Musikinstrumenten. Unter Applaus dankte Steur Michael Dlugosch, der die Jugendkapelle und das Vororchester dirigiert und Hubert Höllgartner als Leiter der Gesamtkapelle. Beim Rückblick ins Jahr 2009 berichtete Steur über knapp 90 Auftritte, Ständchen und Proben. Zwei Ereignisse hob er besonders heraus: Ein Wochenende beim Schweizer Partnerverein Rotkreuz und den Besuch der französischen Partnergemeinde aus Andouille. Bei beiden Gelegenheiten hätten die jeweiligen Kapellen mit viel Spaß und auf hohem Niveau zusammen musiziert, und schließlich „ist die Musik das, was uns ausmacht", so Steur.

Zwei Höhepunkte

Für das laufende Jahr kündigte Steur neben den Auftritten für Kirche und Gemeinde einen Höhepunkt im Mai an: Dann steht der Gegenbesuch bei der französischen Partnergemeinde an, auf den sich schon viele Musiker freuen. Im Jahr 2012 steht dem Verein ein kleines Jubiläum ins Haus: Der Verein wird 165 Jahre alt. Dieses soll mit mehreren Veranstaltungen während des Jahres 2012 gewürdigt werden. Zu diesem Zweck rief Steur dazu auf, möglichst viele historische Bilder des Vereins zu suchen. Geschäftsführerin Stefanie Lofner zog ein finanzielles Fazit des vergangenen Jahres. Wegen sinkender Einnahmen und Investitionen in Instrumente, Trachten und Notenmaterial habe der Verein 2009 mit einem Minus abgeschlossen. „Wir sind jedoch ohne Verbindlichkeiten, und die Investitionen waren dauerhaft. Wir müssen zwar sparen, können aber finanziell zuversichtlich in die Zukunft blicken", so Lofner. Das gelinge durch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde, die den Verein und die Ausbildung der Kinder großzügig unterstütze. Als stellvertretende Bürgermeisterin hob Gabriele Flachs die Bedeutung des Musikvereins für das kulturelle Leben in der Gemeinde heraus und dankte für das Engagement in der Jugendausbildung.