Lindauer Zeitung vom 08.12.2011

Musikkapelle präsentiert märchenhaftes Jahreskonzert
von Stefanie Heine

Mit großzügigem Beifall belohnen die Besucher den Auftritt der Weißensberger Musiker
WEISSENSBERG - Es war einmal eine kleine Musikkapelle aus dem beschaulichen Weißensberg, die es schaffte, ihr Publikum für einen Abend in eine musikalische Märchenwelt zu entführen. Geschmückte Thnnenzweige und ein riesiger, von Efeu umrahmter Rapunzelturm ließen das Motto "Märchen" schon erahnen.

Unter der Leitung von Dirigent Hubert Höllgartner stellte die Musikkapelle ihre Vielschichtigkeit unter Beweis. Mit klassischen Polkas, aber auch modernen Stücken. wie beispielsweise "Heat the World" von Michael Jackson, zogen sie die Zuschauer in ihren Bann. Das musikalische Sahnehäubchen war definitiv Ben Haemhouts "Fantasia", bei welchem Blech wie Holzbläser mit dem Klangfeuerwerk der Schlagzeuger harmonierten. Ein Weihnachtslied durfte natürlich nicht fehlen und so spielten "Santa Hops (Kosename des Dirigenten) und seine manchmal rotnasigen Musikanten", wie der Vorsitzende Martin Steuer sie liebevoll ankündigte, ihre eigene Interpretation von "Rudolph the red-nosed reindeer".

Im Gegensatz zu "Wetten dass ...???" müssen wir uns um Nachwuchs keine Sorgen machen, meinte Martin Steuer. In der Tat lieferte die Jugendkapelle mit ihrem erst 20-jäihrigen Dirigenten Michael Dlugosch eine anerkennenswerte Vorstellung.

Lob gab es auch seitens des stellvertretenden Bezirksleiters des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes, Helmut Münzel: "Der Musikverein Weißensberg zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie man es macheh muss". Er zeichnete Michael Dlugosch, Markus Kaeß und Max Daiber für zehn Jahre sowie Ingrid Martin, Gunter Gabriel, Werner Günthör und Alfred Kaeß für jeweils 15 Jahre aktive Mitgliedschaft aus.

"Musikanten sind wie Löschblätter. Sie saugen alle Musikstücke in sich auf, geben sie wieder, meist falsch, und sind oftmals blau", scherzte Thomas Martin, der gemeinsam mit Martin Steuer charmant und witzreich durchs Programm
führte. Mit seinem großzügigen Beifall am Schluss widerlegte das Publikum die zweite These und wurde mit Zugaben belohnt.