Zeitungsbericht von Werner Günthör (17.03.2013)

Weißensberger Musik: Freud und Leid liegen nah beieinander

Zur Generalversammlung des Weißensberger Musikvereins mit Neuwahlen begrüßte Vorstand Martin Steur rund 50 Gäste. Zunächst blickte Steur auf das vergangene Jahr zurück, das im Zeichen des 165-jährigen Bestehens des Vereins stand. Der Höhepunkt des Jahres sei die Jubliäumsschifffahrt mit vielen prominenten Gästen gewesen. Doch auch die vielen kleineren Veranstaltungen wären sehr gut angekommen. So soll die Abendserenade auf der Halde und das Ortsteilkonzert in Schwatzen auf vielfachen Wunsch wieder stattfinden. Dieses Jahr wird im Juni die 40-jährige Partnerschaft mit dem Schweizer Musikverein Rotkreuz gebührend gefeiert werden.

Die Nachwuchsförderung ist laut Steur Dauerthema im Verein – einige Schüler sind in der Instrumentalausbildung. Eine Bläserklasse in der Grundschule werde auch von umliegenden Musikvereinen unterstützt und Weißensberger Kinder könnten ein gemeinames Vororchester der Vereine Weißensberg, Sigmarszell und Niederstaufen besuchen.

Martin Steur musste jedoch auch von schweren Zeiten im Verein berichten. Als krönender Abschluss des Festjahres war im Dezember das Jahreskonzert vorgesehen – doch musste dieses wegen des überraschenden Todes eines Musikkameraden abgesagt werden. Es wäre auch das Abschiedskonzert für Dirigent Hubert Höllgartner gewesen. Höllgartner legt nach über zehn Jahren den Taktstock nieder. Weil sich kein neuer Dirigent findet, erklärte Höllgartner sich bereit, die Jugendkapelle zu dirigieren, damit der Leiter der Jugendkapelle, Michael Dlugosch, interimsmäßig die „große“ Kapelle leiten kann.

So verabschiedete Vorstand Martin Steur unter großem Applaus Dirigent Höllgartner bei der Versammlung und holte auch die Ehrungen nach. Für zehnjährige Tätigkeit im Verein wurden Jan Günthör, Julian Reck und Martin Meßmer ausgezeichnet. Für über 90% Probenbesuch bekamen Hans-Jürgen Pöche, Maria Weiß und Roland Bach ein Präsent überreicht.

Die Geschäftsführerin Stefanie Lofner berichtete über die finanzielle Entwicklung des Vereins. Im vergangenen Jahr sei durch die vielen Feste ein Verlust entstanden – dieser sei jedoch überschaubar und wenig überraschend.

Zur Wahl der Vorstandschaft waren bekannte Gesichter vorgeschlagen. Einstimmig gewählt wurden: Martin Steur, Vorsitzender; Ferdinand Weiß, zweiter Vorsitzender; Stefanie Lofner, Geschäftsführerin; Werner Günthör, zweiter Geschäftsführer. Beisitzer sind Ingrid Martin, Maria Weiß und Julian Reck; Kassenprüfer sind weiterhin Gabriele Flachs und Markus Schäfler.

Nach über zehn Jahren als Dirigent wird Hubert Höllgartner (links) von Martin Steur verabschiedet.


Geehrt für 10 Jahre Mitgliedschaft im Musikverein Weißensberg; von links Jan Günthör, Julian Reck und Martin Meßmer.